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Mein "Kein Vorsatz für 2020" Statement

Ich bin sicher,  viele Leser haben einen Vorsatz - er gehört eben zum alljährlichen Jahreswechsel dazu. Vorsätze wie diese: "ich höre am 1. Januar mit dem Rauchen auf" oder "ab Januar gehe ich regelmäßig ins Sportstudio" oder "ich stelle im neuen Jahr meine Ernährung um". Leider führt dies für viele Menschen zur ersten Enttäuschung des neuen Jahres - für manche bereits am ersten Tag, für andere in der ersten Woche, im ersten Monat oder im ersten Quartal.

 

Mit über 5 Jahrzehnten Lebenserfahrung habe ich schon einige Jahreswechsel erlebt! Welchen Vorsatz ich zum Jahresende 2019 habe? KEINEN! 

 

Vorsatz?! Was zeichnet einen Vorsatz eigentlich aus?

 

Definition Wikipedia:

Etwas, was sich jemand bewusst, entschlossen vorgenommen hat; feste Absicht; fester Entschluss. 

 

Was verhindert dann die Einhaltung eines Vorsatzes aus dem Vorjahr, obwohl wir uns ganz bewusst einen Entschluss vorgenommen haben? Sind es unsere Alltagsroutinen, Denkstrukturen und Gewohnheiten - "der innere Schweinehund" also - oder das Umfeld, die Familie oder der Job? Wenn das die natürlichen Verhinderer sind, wo fangen wir dann an?!

 

Die erste Stellschraube, um Veränderungen auf Dauer zu bewirken, ist die Selbstakzeptanz. Verständlich erklärt von Eckart von Hirschhausen in seinem Video zum Pinguin Prinzip: "Stärken zu stärken ist soviel sinnvoller als an seinen Schwächen rumzudoktern" ist für mich eine seiner Kernaussagen. Die Selbstakzeptanz des Pinguin lautet: "Wenn ich ein Pinguin bin, suche ich das Wasser, nicht die Wüste!"  Daraus folgere ich mit Blick auf Vorsätze: wenn ich mich selbst kenne und akzeptiere, kann ich einen Vorsatz formulieren und einen Plan dazu entwickeln, den ich mit weniger Kraftaufwand dauerhaft einhalten kann.

 

Die zweite Stellschraube ist die Zeit bzw. der Zeitpunkt! Meine Überzeugung, um an sich zu arbeiten, benötigt es keinen Jahreswechsel! Es braucht lediglich die Erkenntnis, dass ich etwas ändern möchte oder tun sollte. Und dazu wähle ich den passenden Zeitpunkt, es umzusetzen.

 

 

Birgit Krüger NRW Master WERTEkoffer Eckart von Hirschhausen Pinguin Prinzip Vorsatz

  Meine feste Absicht einen Blog zu veröffentlichen

 

 

... habe ich erst in diesem Jahr (2019) erfolgreich umgesetzt. Mit einiger Vorarbeit war ich mit vier Beiträgen im September mit dem WerteweltenBLOG am Start und das obwohl Schreiben - wirklich und definitiv - nicht zu meinen Stärken gehört! 

 

 

 

Stellschraube eins - Selbstakzeptanz:

Als ziel- und zweckorientierte Dienstleisterin mit einer hohen Praxisaffinität kenne ich meine Antreiber. Schreiben um des Schreibens willen war und ist keine Option für mich, da keine Stärke. Ich wusste genau, wenn ich etwas schreibe, dann stets nur mit einem konkreten, praktischen Bezug. Und in kleinen Einheiten, nicht den großen Rundumschlag in Form eines Buches, zu dem mich Kollegen und Kunden seit Jahren freundlich auffordern.

 

Mein Weg zum Bloggen? Erstmalig kam ich 2016 dieser Aufforderung zum Schreiben - halbherzig und mehr schlecht als recht - nach, ließ es lange ruhen und...es kam anders, vom Schreiben zur Entwicklung einer pragmatischen Methode mit hohem Nutzen.

 

Ganz im Einklang mit mir und meiner Persönlichkeit bot ich 2017 erstmalig die Methode WERTEkoffer in Verbindung mit Workshops für Master an. Aus der Praxis gewonnene Erkenntnisse an Master Kollegen weitergeben, um noch mehr Menschen mit der Methode am Wissen der aktuellen Motivationsforschung partizipieren zu lassen, war mir wichtiger als das Schreiben!

 

Stellschraube zwei - Zeitpunkt (2011 - 2019): 

Mit Einsatz meiner Methode WERTEkoffer habe ich in 8 Jahren viele Beispiele aus der Praxis erleben dürfen, die mich motivierten, darüber zu schreiben. Ergänzend gebe ich meine Konzepte und Ideen für einen Methodenmix genauso gerne weiter wie Highlights aus meinem Referenten Alltag.

 

Mein "wunder" Punkt, die kleinen Einheiten, sind kein wunder Punkt mehr. Im Gegenteil, die kleinen Häppchen passen wunderbar zum Blog-Konzept. So empfand ich es jedenfalls, nachdem ich das Konzept dahinter richtig verstanden hatte! Danke hier auch an Ute Schmeiser, Marketingberaterin, die mir die vielen Vorteile des Bloggens aufgezeigt hat und mich unermüdlich motiviert und begleitet.

 

Also hieß es im Sommer 2019 für mich ran an den WerteweltenBLOG. Zu meiner eigenen Überraschung funktioniert es seither erstaunlich gut – also gibt es ihn definitiv, den richtigen Zeitpunkt!

 

Meine ganz persönliche Herausforderung

 

Hand aufs Herz, Bloggen ist für mich kein Selbstläufer - wie die Einhaltung eines Vorsatzes es eben meist ist - und ist zeitraubend. Reflektiert aber auf eine meiner persönlichen Stärken, eine ausgeprägte Ziel- und Zweckorientierung, erkenne ich die vielen Möglichkeiten über meinen Blog auf werteorientierte Arbeit hinzuweisen. Also doktor ich nicht an meiner Schwäche „Buch schreiben“ rum, sondern nutze die digitale Möglichkeit „Bloggen“. 

 

Und dieser kognitive Kraftaufwand und das Zeitinvestment sind es wert! Unabhängig, ob ich als Coach und Trainerin aus der Praxis berichte, als Referentin auf dem DALK 2019, über meine Premiere am TrainCamp2019 der managerSeminare Verlag GmbH, über die Investition in neue Medientechnik Samsung Flip oder zusätzliche Ideen, Impulse und Ansichten - von mir und meinen Interviewpartnern wie Lutz Ziob - blogge ich für Jedermann zum Nachlesen und Mitdiskutieren. 

 

Zudem gibt mein Blog interessierten Mastern & Praxisexperten die Möglichkeit zu überprüfen, ob das mit unserer beider "Mindset" klappt, zum Beispiel im Rahmen einer Zusammenarbeit. 


Alles in Allem, auch für 2020 fasse ich keinen Vorsatz - was eigentlich auch schon ein Vorsatz ist (aber ein guter für mich)! In diesem Sinne, Ihnen und allen, die Ihnen wichtig sind, einen gesunden und erfolgreichen Start in das neue Jahrzehnt!

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